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Datum: 05.08.2014 · ADAC Kart-Masters
ADAC Kart Masters bleibt nach Halbzeitrennen spannend

Start frei für die Schaltkarts der Klasse KZ2 - Foto: ADAC Motorsport
Das ADAC Kart Masters war am vergangenen Wochenende vom 2. bis 3. August 2014 zum Halbzeit-Rennen auf dem 1.107 Meter langen Erftlandring in Kerpen zu Gast. Insgesamt 193 Teilnehmer traten in den fünf ausgeschriebenen Klassen an. Bei trockenen Bedingungen sahen die Zuschauer am Sonntag gleich drei Doppelsieger – die Titelkämpfe bleiben weiterhin offen.

Auch zur Halbzeit erfreut sich das ADAC Kart Masters großem Interesse. 193 Teilnehmer aus Deutschland und dem europäischem Ausland rollten an den Start und lieferten sich auf dem 1.107 Meter langen Traditionskurs im Erftland packende Rennen. Dabei zeigte der Wettergott diesmal sein Motorsport-Herz. Nach zahlreichen Regenschlachten in den vergangenen Jahren blieb es diesmal großteils trocken und die Fahrer fanden beste Streckenverhältnisse vor.

Während es drei Doppelsieger in Kerpen zu verzeichnen gab behaupteten sich bei den X30 Junioren und Senioren jeweils neue Fahrer an der Spitze und halten den Meisterschaftskampf weiter offen. Als Sieger wurden am Abend Miroslaw Kravchenko (Bambini), Lirim Zendeli (KF Junior), Luca Lippkau, Marco Pfaff (beide X30 Junior), Simon Steffen, Julian Hanses (beide X30 Senior) und Alexander Schmitz (KZ2) geehrt. Für eine reibungslose Organisation sorgten diesmal die Mitglieder des ADAC Ortsclub MSC Langenfeld e.V.

Bambini: Miroslaw Kravchenko feiert Doppelsieg

Spannend wurde es wieder in den Rennen der Bambini. Die Jüngsten im Feld des ADAC Kart Masters zeigten packende Rad-an-Rad-Duelle und zögerten die Entscheidungen bis auf die letzten Meter heraus. Seine erste Pole-Position im ADAC Kart Masters feierte Leon Koslowski (Eschweiler / Solgat Motorsport): Mit einer Zeit von 52,579 Sekunden hatte Koslowski einen Vorsprung von mehr als zwei Zehntelsekunden. Im Verlauf der Heats gab Koslowski seinen Platz jedoch an seinen Teamkollegen Jan-Lukas Keil (Rommerskirchen / Solgat Motorsport) ab. Zwei Mal überquerte der Rheinländer das Ziel als Sieger.

Abwechslungsreich präsentierte sich das erste Rennen: Jan-Lukas Keil, Leon Koslowski und Miroslaw Kravchenko (Krefeld / DS Kartsport) machten den Sieg unter sich aus. Jeder einzelne sammelte Führungskilometer und hatte berechtigte Siegeschancen. Das größte Durchsetzungsvermögen bewies schlussendlich Miroslaw Kravchenko. Der Youngster aus Krefeld siegte hauchdünn vor Keil und Koslowski. Auf einem sicheren vierten Rang folgte Paul Enders (Salmtal / Ebert Motorsport) vor Luke Raspudic-Verleih (Ratingen / TR Motorsport), der in einem dramatischen Endspurt noch in die Top-Fünf sprang.

Zu einer Neuauflage des Dreikampfs kam es im zweiten Finale. Miroslaw Kravchenko verteidigte seine Spitzenposition, musste aber im Rennverlauf seine Führung zeitweise an Jan-Lukas Keil und Leon Koslowski abgeben. Wirklich spannend wurde es in den letzten drei Runden. Luke Raspudic-Verleih und Phil Hill (Mülheim / TR Motorsport) schlossen zu den Führenden auf und wirbelten das Klassement durcheinander. Als Sieger ging erneut der Krefelder Miroslaw Kravchenko hervor und war entsprechend gut gelaunt auf dem Siegerpodium: „Das ist mein dritter Sieg in diesem Jahr. Kerpen ist meine Heimstrecke, ich fahre hier sehr gerne und freue mich riesig über meinen ersten Doppelsieg im ADAC Kart Masters.“ Für eine kleine Überraschung sorgte Luke Raspudic-Verleih: In den letzten vier Runden fuhr der Ratinger von Rang fünf bis auf zwei nach vorne. Dritter wurde Jan-Lukas Keil gefolgt von Phil Hill und Leon Koslowski. Spannend wird es nun in der Meisterschaft. Die ersten drei Fahrer, Jan-Lukas Keil, Miroslaw Kravchenko und Phil Hill, trennen nur acht Punkte.

KF Junior: Lirim Zendeli dominiert auf dem Erftlandring

Der Gesamtführende, Lirim Zendeli (Bochum / KSM Racing Team), war auch auf dem Erftlandring in Kerpen nicht zu stoppen. Nach seinem Doppelsieg in Ampfing knüpfte Zendeli in Kerpen daran nahtlos an. In allen freien Trainings und dem Zeittraining war Zendeli Schnellster und ließ später in beiden Vorläufen und Finalrennen deutliche Siege folgen. „Mit diesem Wochenende kann man nur zufrieden sein. Es lief wirklich alles perfekt. Ich habe jeweils einen Vorsprung herausgefahren und bin zusätzlich in beiden Rennen die Bestzeit gefahren. Hoffentlich geht es in Oschersleben so weiter.“

Auch auf den Verfolgerrängen gab es im ersten Finale klare Entscheidungen. Sophia Floersch (Grünwald / KSM Racing Team) übernahm nach dem Start kurzzeitig die Führung. Nachdem sie Lirim Zendeli ziehen ließ, behauptete sich die Förderpilotin der ADAC Stiftung Sport auf Rang zwei und bescherte dem KSM Racing Team einen Doppelerfolg. Jonathan Judek (Hohenhameln / KSS-im racing) fuhr als Dritter sein bisher bestes Ergebnis im ADAC Kart Masters ein und verwies Gianni Janzik (Stemwede / TR Motorsport) und Jannes Fittje (Langenhain / ADAC Hessen-Thüringen e.V.) auf die weiteren Plätze. Pechvogel des Rennens war Mike-David Ortmann (Ahrensfelde / Schwabe Motorsport): In der letzten Runde musste Ortmann sein Kart mit einem technischen Defekt auf Rang vier liegend im Aus abstellen.

Im zweiten Durchgang bot Jannes Fittje in den ersten Runden Paroli und führte das Feld an. Doch auch er schaffte es nicht, Tony Kart-Fahrer Lirim Zendeli zu stoppen. In einem soliden Rennen sammelte er mit Platz zwei wichtige Meisterschaftspunkte und bleibt in der Meisterschaft einziger Zendeli-Verfolger. Sophia Floersch landete erneut auf dem Siegertreppchen vor Felix Arnold (Gorxheimertal / ADAC Hessen-Thüringen e.V.) und Jonathan Judek.

X30 Junior: Lippkau und Pfaff sorgen für neue Spannung

Schon im Zeittraining sorgten die 34 X30 Junioren für knappe Entscheidungen. Gleich 26 Fahrer lagen innerhalb einer Sekunde – die Pole-Position ging an Luis Glania (Unna / FAE Racing). Jeweils aus der besten Startposition verteidigte Glania auch in den Vorläufen seine Führung und verbuchte zwei Siege auf seinem Konto. Das erste Finale startete jedoch turbulent: Nach nur einer Runde wurde dieses nach einem Unfall abgebrochen. Bester Fahrer nach dem Restart war Marco Pfaff (Lanzerath / RMW Motorsport). Der Tony Kart-Pilot führte das Feld an und hielt seine direkten Verfolger Luis Glania und Luca Lippkau (Reken / RMW Motorsport) auf Distanz. Zur Rennmitte wagte jedoch Glania die ersten Angriffe und zog fünf Runden vor Rennende an Pfaff vorbei. Im Schlepptau hatte er Luca Lippkau, der auf Rang zwei vorzog.

Doch entschieden war noch nichts: Nur wenig Meter später rutschte Luis Glania ins Aus und musste sein Rennen beenden. Seine Führung übernahm Luca Lippkau, die er bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr aus der Hand gab. „Das war kein einfaches Rennen. Wir drei hingen sehr eng zusammen. Letztlich hat es aber zu meinem ersten ADAC Kart Masters-Sieg gereicht, in der Meisterschaft wird es nun wieder spannend“, strahlte Lippkau im Ziel. Direkt hinter ihm säumte sein Teamkollege Marco Pfaff den Zielstrich. Das Verfolgerfeld führte Vivien Dingert (Sulzbach Saar / Dischner Racing) vor Leon Schütze (Gorxheimertal / Schwabe Motorsport) und Maximilian Paul (Dresden / Team NKS for Racing) an.

Auftaktsieger Luca Lippkau entschied auch den Start ins zweite Rennen für sich, doch der Druck seines Verfolgers Marco Pfaff wurde zu groß. Der Pilot aus Lanzerath überholte Lippkau und bestimmte bis zum Fallen der Zielflagge das Tempo. „Luca war kein einfacher Gegner. Ich habe immer versucht, ihn etwas auf Distanz zu halten und bin glücklich, gewonnen zu haben.“ Trotz des verlorenen Sieges zeigte sich auch Lippkau höchst zufrieden: „Zu Beginn passte das Setup nicht, Platz zwei ist aber ebenfalls ein Top-Ergebnis.“ Hinter dem Duo lieferte sich über das gesamte Rennen ein Quartett einen packenden Kampf um den letzten Podestrang. Den längsten Atem hatte schlussendlich Luca Engstler (Wildpoldsried / Liqui Moly Team Engstler) vor Julian Shirazi (Willich / MSC Langenfeld e.V.) und Marcel Richter (Ebersbach / Wildkart Racing Team). In der Gesamtwertung wird es nach dem Rennwochenende im Erftland wieder spannend. Sowohl Michelle Halder (Meßkirch / Wildkart Racing Team) als auch Loris Prattes (Neuhemsbach / RMW Motorsport) büßten wichtige Punkte ein.

X30 Senior: Siege für Steffen und Hanses

Mit 44 Fahrerinnen und Fahrern war das Feld der X30 Senioren wieder stark besetzt. In bester Verfassung präsentierte sich der Gesamtführende Julian Hanses (Hilden / MSC Langenfeld e.V.). Bei seinem Heimrennen war er Schnellster im Qualifying und siegte in beiden Heats. Ihm gefährlich werden konnte allein sein Vereinskollege Giuliano Göbbels (Jülich / MSC Langenfeld e.V.). Mit einem Sieg und zweiten Rang stand er neben Hanses in der ersten Startreihe. Der erste Lauf begann jedoch mit einem Drama für Giuliano Göbbels. Noch vor dem Start kämpfte der Jülicher mit einem technischen Defekt und musste dem Feld hinterher starten. An der Spitze entwickelte sich dagegen ein Dreikampf zwischen Julian Hanses, Simon Steffen (Minderlittgen / Dischner Racing) und Emil Sawan Montag (Berlin / ADAC Berlin Brandenburg e.V.). Das Trio hing sehr eng zusammen und wechselte gleich mehrfach die Positionen.

Etwas Entspannung gab es erst auf den letzten Metern: Simon Steffen feierte beim Fallen der Zielflagge seinen ersten Sieg in Deutschlands stärkster Kartrennserie. Emil Sawan Montag reihte sich als Zweiter vor Julian Hanses ein. Bei Sieger Simon Steffen war im Ziel die Freude groß: „Die Beiden haben es mir nicht einfach gemacht. Ich habe nur versucht, meine Führung zu verteidigen. Ein großer Dank an mein Team für die super Unterstützung.“ Auf den weiteren Rängen kamen der amtierende X30 Junior-Champion Tim Becker (Lüdenscheid / Hagener Automobil-Club 1905 e.V.) und Niklas Kry (Brilon / Dischner Racing Team) ins Ziel.

Gleich fünf Fahrer kämpften im zweiten Durchgang um den Sieg. Neben Simon Steffen, Emil Sawan Montag und Julian Hanses reihten sich auch noch Tim Becker und Niklas Kry ein. Die Fünf zeigten erneut tollen und fairen Kartsport. Der Sieg ging am Ende an Julian Hanses, der damit seine Position in der Meisterschaft weiter festigte: „Ich habe diesmal etwas abgewartet und dann im richtigen Moment zugeschlagen. Das waren sehr wichtige Punkte für die Meisterschaft, nun gilt es in Oschersleben gut vorbereitet an den Start zu gehen.“ Emil Sawan Montag setzte sich diesmal als Zweiter gegen Simon Steffen, Niklas Kry und Tobias Dauenhauer (Mörlenbach / Team Hemkemeyer) durch. Letzterer profitierte von einem unglücklichen Ausfall von Tim Becker, der Lüdenscheider rollte in der letzten Runde mit einem Defekt aus.

KZ2: Alexander Schmitz holt nächstes Doppel

Schaltkart-Rookie Daniel Stell (Kentzgau / TB Motorsport Racing Team) war auch auf dem Erftlandring der schnellste Pilot im Zeittraining. In den Heats musste Stell aber seinen Platz für Ampfing-Doppelsieger Alexander Schmitz (Wesel / KSW-Racing Team) räumen. Stell reihte sich als Zweiter ein, erlebte jedoch einen dramatischen Start in das erste Finale. Seine Kupplung überhitzte und Stell musste das Rennen nach nur wenigen Metern beenden. An der Spitze fuhr indessen Alexander Schmitz auf und davon. Auch die anderen Ränge waren schnell bezogen: Der Niederländer Verdi Geurts (Maasbree / Solgat Motorsport) wurde Zweiter vor Tom Lorkowski (Rösrath / Maxim-Recycling-Racing-Sport), Manuel Huber (Losheim / DR Germany) und Toni Tschentscher (Hohenstein-Ernstthal / Team NKS for Racing).

Etwas mehr Arbeit hatte Alexander Schmitz im zweiten Finale. Verdi Geurts hielt diesmal den Anschluss und setzte den Führenden mächtig unter Druck. Erst zu Rennmitte verschaffte sich der Niederrheiner einen kleinen Vorsprung und brachte letztlich einen ungefährdeten Doppelsieg nach Hause. „Ich habe schon im ersten Rennen auf neue Reifen gesetzt und hatte dadurch einen kleinen Nachteil. Deshalb war es zu Beginn, deutlich schwerer die Führung zu verteidigen. Umso schöner ist, dass es nun doch gereicht hat. Vier Siege in Folge sind eine gute Ausbeute. In der Meisterschaft wird es nun wieder interessant.“ Verdi Geurts wurde wieder Zweiter vor Manuel Huber auf Rang drei. Ebenfalls um eine Position verbesserte sich Toni Tschentscher auf Platz vier. Seinen bisher größten Erfolg bei den Schaltkarts feierte Toni Wolf (Schönbrunn / Energy Germany), als einer der Jüngsten im Feld wurde er Fünfter.

Weiter geht es für die Fahrerinnen und Fahrer des ADAC Kart Masters vom 6. bis 7. September 2014 in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben. In der Magdeburger Börde können in den Wertungsläufen sieben und acht schon die ersten Titelentscheidungen fallen.
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