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Datum: 31.07.2018 · DKM
Titelkämpfe in der DKM bleiben bis zum Finale spannend

Über 160 Fahrer aus mehr als 20 Nationen starteten am vergangenen Wochenende in das Halbfinale der Deutschen Kart-Meisterschaft in Kerpen. Der traditionsreiche Erftlandring sorgte nochmals für Veränderungen in den einzelnen Klassements und verspricht nun spannende Finals Ende August im belgischen Genk.

Von Sommerhitze bis Regenschauer – beim vierten Saisonrennen der Deutschen Kart-Meisterschaft mit seinen Prädikaten DKM, DJKM, DSKM und DSKC war alles geboten. 162 Fahrerinnen und Fahrer aus aller Welt nahmen die Wertungsläufe auf dem 1.107 Meter langen Erftlandring in Angriff. Die Strecke trägt eine lange Tradition im deutschen Motorsport. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher begann dort ebenso seine Karriere wie sein Bruder Ralf und der aktuelle Ferrari-Formel-1-Pilot Sebastian Vettel.

Hochspannung war in den einzelnen Wertungsläufen geboten. In Kerpen hätten bereits die ersten Entscheidungen fallen können. Doch es gab einige Überraschungen, welche die Titelkämpfe auf das Finale im belgischen Genk vertagten. Die Laufsiege gingen an Tim Tramnitz, Hugo Sasse (beide DKM), Laurens van Hoepen, Zak O´sullivan (beide DJKM), Stan Pex (DSKM) sowie Robert Kindervater und Alessio Curto (beide DSKM).

DEKM mit sechs Rennen im Rahmenprogramm
Gleich sechs Rennen absolvierte die Deutsche Elektro-Kart-Meisterschaft im Rahmenprogram der DKM. Nach spannende Fights teilten sich Philipp Britz, Luka Wlömer und Tamino Bergmeier die Siege. Die weltweit erste reine Elektro-Kart-Meisterschaft absolvierte das zweite Rennwochenende auf der Rennstrecke in Kerpen und überzeugte mit sportlich anspruchsvollen Rennen.

Alle Highlights im DKM-Magazin auf MOTORVISION.TV
Der deutsche Auto-, Motor- und Motorsportsender MOTORVISION.TV berichtet auch wieder exklusiv über die Geschehnisse des vierten Saisonlaufes. Am Sonntag, den 12.08.2018 werden um 13:30 Uhr nochmals alle Highlights in einem 30-minütigen DKM-Magazin zusammengefasst.

DSKC: Favorit Emilien Denner strauchelt – Kindervater und Curto gewinnen
Bereits vor den Rennen in Kerpen blickten alle Augen auf Emilien Denner (CRG Holland) aus Frankreich. Nach fünf von sechs möglichen Siegen, hatte er alle Möglichkeiten bereits in Kerpen vorzeitig die Meisterschaft zu gewinnen. Am Ende kam aber alles anders: Am Samstag gehörte Denner als dritter im Zwischenklassement noch zum Spitzenpulk. Doch im ersten Rennen schied er nach einer Startkollision bereits frühzeitig aus und musste zusehen wie sich Robert Kindervater (Birel Art Racing KSW) seinen ersten Saisonsieg erkämpfte. Direkt am Start ging er in Führung und verteidigte diese bis ins Ziel. Schnell bezogen waren auch die weiteren Ränge: Polesetter Alessio Curto (Valier Motorsport) holte Platz zwei vor Tobias Mähler (Kartshop Ampfing), Pawel Myszkier (Mach1 Motorsport) und Patrick Kreutz (RS Motorsport) ein.

Schon im Verlauf der Heats zeigte Curto eine starke Performance und knüpfte nun im zweiten Lauf daran an. In der Anfangsphase des 23 Runden langen Rennens kämpfte er sich an Auftaktsieger Kindervater vorbei. Seine Verfolger blieben im Windschatten des Sodi-Kart-Piloten, fanden aber keinen Weg an ihm vorbei. Auf Rang zwei und drei folgten Patrick Kreutz (RS Motorsport) und Kindervater. Beide erhielten aber eine Zeitstrafe und fielen zurück. Neuer zweitplatzierter war Mähler vor Myszkier. Für großen Applaus auf den Rängen sorgte Routinier Andreas Dresen (Valier Motorsport) auf Rang vier. „Ich bin ganz aus dem Häuschen. Das ich mit über 50 Jahren noch einmal im Rahmen der DKM unter den besten fünf lande, ist wie ein Sieg für mich. Die 23 Runden waren hart, aber Kerpen ist meine Strecke und ich habe voll attackierte“, fasste er abschließend zusammen. Als fünfter wurde Kreutz gewertet. Einen erneuten Ausfall verzeichnete Meisterschaftsfavorit Denner, der dadurch nochmals für eine neue Brisanz in der Gesamtwertung sorgte. 

DSKM: Doppelsieg für Stan Pex – Fabian Federer übernimmt Gesamtführung
Seine erste Pole-Position des Jahres holte sich der Deutsche Daniel Stell (DS Kartsport) und mischte später auch in den Vorläufen auf den Spitzenrängen mit. Die Gesamtführung erkämpfte sich aber Fabian Federer (SRP Racing Team) vor Stan Pex (CRG Holland). Der jüngste Sprössling der Pex-Familie holte sich auch den Sieg im ersten Finale. Bis dahin war es für ihn aber ein weiter Weg. Insgesamt neun Fahrer hingen eng zusammen und duellierten sich um die Positionen. Angeführt wurde die Gruppe durch Marijn Kremers (Birel Art Racing KSW), doch während einer Attacke von Pex fiel Kremers weit zurück und übergab die Führung an seinen Landsmann. Der war bis zum Rennende nicht mehr zu stoppen und siegte vor Stell und Federer. Die beiden BirelART-Fahrer Guust Specken und Andre Matisic (Solgat Motorsport) schlossen die Pokalränge ab. Eine spätere Zeitstrafe für Stell sorgte dann nochmals für eine Veränderung, neuer Fünfter war Jorrit Pex (CRG Holland).

Nach seinem stark erkämpften Sieg im ersten Lauf, war Stan Pex im zweiten Durchgang nicht zu bremsen. Der junge Niederländer fuhr seiner Konkurrenz davon und verwaltete am Ende den Platz auf der obersten Stufe des Siegerpodiums. „Das war ein perfektes Wochenende für mich. Vor drei Jahren habe ich hier in Kerpen meinen ersten Schaltkart-Sieg geholt. Heute ist es ein Doppelsieg“, strahlte er im Ziel. Weniger groß war die Freude bei seinem Bruder Jorrit, der durch einen technischen Defekt zu Rennmite ausfiel und wichtigen Boden im Titelkampf einbüßte. Sein härtester Kontrahent Federer sammelte hingegen als zweiter wichtige Punkte und geht als Spitzenreiter in das Saisonfinale. Der Deutsche Alexander Schmitz (Renda Motorsport) überquerte den Zielstrich als Dritter, doch eine anschließende Strafe warf ihn auf Platz sechs zurück. Neuer Dritter war Specken vor Lokalmatador Julian Müller (Mach1 Motorsport) und Matisic.

DJKM: Zak O´sullivan übernimmt wieder die Gesamtführung
Das Feld der Junioren präsentiert sich auch nach den Rennen in Kerpen sehr ausgeglichen. Schon vor den Wertungsläufen gab es sechs Sieger in sechs Rennen, nun kam zwei weitere hinzu. Das Qualifying und die anschließenden Vorläufe waren fest in der Hand des Briten Zak O´sullivan aus dem Team Ricky Flynn Motorsport. 

Aufregend wurde es dann im ersten Finale, direkt nach dem Start kollidierten mehr als zehn Karts und sorgten für eine Rennunterbrechung. Nach einem Neustart formierte sich das Feld diesmal ohne größere Probleme und zeigte 18 ereignisreiche Rennrunden. An der Spitze lag zu Beginn Polesetter O´sullivan. Er schaffte es aber nicht sich von seinen Mitstreitern zu lösen und geriet schon früh unter Druck. Laurens Van Hoepen (Tony Kart Racing Team) nutzte eine Lücke, ging auf Rang eins und hatte im Ziel einen deutlichen Vorsprung vor einem Ricky Flynn Motorsport-Dreigestirn bestehend aus O´sullivan, Matthew Rees und Thomas Ten Brinke. Der Deutsche Ben Dörr (TB Racing Team) landete als starker fünfter ebenfalls in den Pokalrängen.

Nicht minder spannend war der zweite Durchgang der Deutschen Junioren-Kart-Meisterschaft. Diesmal drehte O´sullivan den Spieß herum. Der Fahrer aus Groß-Britannien kämpfte sich zurück auf Platz eins und baute seine Position bis zum Ende deutlich aus. Mit diesem Erfolg übernahm er auch gleichzeitig wieder die Führung im Gesamtklassement – entsprechend zufrieden fiel sein Resümee aus: „Es war ein sehr gutes Rennen. Aus Startposition zwei habe ich zum Anfang etwas verloren, habe das aber schnell wieder aufgeholt und gewonnen. Ein großer Dank an meine Familie, mein Team und meinen Mechaniker.“ Im Kampf um Rang drei profitierte Ben Dörr von einer Kollision zwischen Mikkel Hojgaard (KSB Racing Team) und Thomas Ten Brinke (Ricky Flynn Motorsport) – beide schieden dadurch aus. Hinter Dörr folgte mit Nico Hantke (3G Racing) ein weiterer deutscher Pilot auf Platz vier. Josef Knopp (TB Racing Team) wurde fünfter und lag damit erstmals in den Pokalrängen.

DKM: Deutscher Doppelerfolg von Tim Tramnitz und Hugo Sasse
Schon im Qualifying zeigten die deutschen Fahrer ihre Vorliebe für den 1.107 Meter langen Erftlandring. Lokalmatador Luke Füngeling (Valier Motorsport) fuhr auf die Pole-Position. In den Vorläufen musste er aber dem Briten Harry Thompson (Ricky Flynn Motorsport) weichen. Der Junior aus dem Red Bull-Förderkader gewann beide Rennen und gehörte damit zu den Favoriten in den Finals. Für eine große Überraschung sorgte der Meisterschaftsführende Zane Maloney (Ricky Flynn Motorsport). Nach zwei desaströsen Heats, verpasste er den Einzug in die Finals und alle Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft.

In den Wertungsläufen boten die 34 Piloten trotzdem viel Spannung. Von der Pole-Position aus gewann Thompson den Start, musste aber bereits zu Beginn harte Angriffe seiner Verfolger abwehren. Im Verlauf der 23 Rennrunden wechselte die Führung zwischen Thompson, Hugo Sasse (TB Racing Team) aus Deutschland und Kas Haverkort (Zanardi Racing Team). Schlussendlich siegte Sasse vor Haverkort, Tim Tramnitz (KSM Schumacher Racing Team) und Thompson. Nachträgliche Zeitstrafen für die Spitzenreiter warf das Klassement aber nochmals durcheinander. Neuer Sieger war Tramnitz vor Niels Tröger (RTG Kartsport), Füngeling und Tijmen Van Ver Helm (KSM Schumacher Racing Team). Sieger Tramnitz war am Ende glücklich über seinen ersten DKM-Sieg: „Es ist ein tolles Gefühl nun als Sieger gewertet werden. Das Rennen war sehr eng, am Ende war ich auch mit Platz zwei zufrieden. Nun gewonnen zu haben, ist natürlich noch besser.“

Nach dem verlorenen Sieg im ersten Rennen, sorgte Sasse im zweiten Durchgang für seinen ersten Erfolg in der DKM. Der Youngster fuhr von Startplatz sieben aus, innerhalb von drei Runden an die Spitze und baute diese bis zum Fallen der Zielflagge deutlich aus. „Ich bedanke mich bei meinem Team und Mechaniker für die tolle Unterstützung. Es lief alles perfekt und war ein gutes Rennen“, strahlte der Sieger im Ziel. Ebenfalls eine tolle Aufholjagd zeigten Thompson und Haverkort, die als zweiter und dritter ebenfalls wichtige Meisterschaftspunkte sammelten und nach dem Rückschlag im ersten Lauf noch Schadensbegrenzung betrieben. Komplettiert wurden die Top-Fünf durch die KSM Schumacher Racing Team-Schützlinge Tim Tramnitz und Tijmen Van Der Helm.

Bereits in vier Wochen geht die Deutsche Kart-Meisterschaft in das große Finale. Dieses findet nach einem Jahr Pause wieder im belgischen Genk statt und verspricht viel Spannung. In allen vier Kategorien gibt es gleich mehrere Favoriten auf den Gewinn der Meisterschaften.
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