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Herzlich willkommen beim Kart-Club Kerpen
Datum: 14.09.2023 · Allgemein
Geschichtsträchtige FIA Kart Weltmeisterschaft in Wackersdorf Voll Ränge, strahlender Sonnenschein, packende Rennen und ein deutscher Sieger und KCK Clubmitglieder ebenfalls am Start

Kart-WM Wackersdorf 2023

Die FIA Kart Weltmeisterschaft in Wackersdorf war das beste Aushängeschild für den Kartsport, welches es hätte geben können. 240 Fahrerinnen und Fahrer aus über 36 Nationen kämpften um die Titel in der FIA Karting Weltmeisterschaft, dem FIA Karting World Cup und dem FIA Karting International Masters Super Cup. Aus Deutschland traten 53 Teilnehmer an und war damit die stärkste Nation. Am Sonntagabend gab es auch einen Grund zur Freude – Niels Tröger gewann den World Cup und schrieb damit Geschichte.

Nach sechs Jahren kehrte die Elite des Schaltkartsports zurück nach Deutschland. Wie bereits 2017 fand die FIA Karting Weltmeisterschaft im Pro Kart Raceland statt. Die 1.190 Meter lange Rennstrecke in der Oberpfalz bot eine perfekte Kulisse für das Megaspektakel. Fahrerinnen und Fahrer von allen sechs Kontinenten waren vertreten und brachten ein internationales Flair nach Wackersdorf.
Durchgeführt wurde das Event durch den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) gemeinsam mit den drei großen Automobilclubs ACV, ADAC und AvD. Die Zusammenarbeit der vier Organisationen fand zum fünften Mal im Bereich des Kartsports statt und ist einmalig im deutschen Motorsport.

Atemberaubende Kulisse auf den Rängen
An allen drei Renntagen waren die Zuschauerränge des Pro Kart Raceland Wackersdorf bis auf den letzten Platz gefüllt. Kartsport-Fans aus aller Welt reisten an die Rennstrecke in Bayern und machten das Event zu einem Motorsport-Festival. Dazu kamen beste Bedingungen mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen. Einige Clubmitglieder des Kart-Club Kerpen e.V. waren ebenfalls am Start und haben eine gute Performance gezeigt.

Favoritensterben in FIA Karting Weltmeisterschaft – Paolo Ippolito setzt sich WM-Krone auf
Der Franzose Emilien Denner (Sodi Kart) war im Qualifying der schnellste Fahrer in der Königsklasse des Kartsports. Gemeinsam mit dem Italiener Danilo Albanese (KR Motorsport) gehörte er zu den Favoriten. Doch beide hatten in den Vorläufen einen Ausfall und fielen etwas zurück. Diese Chance nutzte David Trefilov (Maranello SRP Factory Team) aus Berlin. Er gewann den Super Heat am Sonntagmorgen und stand für das große Finale auf der Pole-Position. Direkte nach dem Start entfachte aber ein unglaublicher Kampf auf der Strecke. Nach der ersten Runden fanden sich Trefilov, Denner und Albanese im Aus wieder – alle drei Favoriten waren raus aus dem WM-Kampf.

An der Spitze setzte sich Paolo Ippolito (KR Motorsport) ab und schien auf einem sicheren Weg zum Titel. Doch der amtierende Champion Viktor Gustafsson (CRG) hatten einen unglaublichen Speed und kämpfte sich von Rang zwölf nach vorne. In der letzten Runde stellte er den Anschluss zum Spitzenreiter her, hatte aber keine Chance mehr zum Angriff. Auf Platz drei feierte Stan Pex (SP Motorsport) das beste WM-Ergebnis seiner Karriere. Luis Laurin Speck (TB Kart Racing Team) war auf Platz 18 der erfolgreichste Fahrer aus Deutschland. Direkt hinter ihm landeten Felix Arnold (Maranello SRP Factory Team) und Mario Ljubic (7L-Performance). Neben Trefilov schieden auch Arthur Tohum (Dörr Motorsport) und Lenny Ried (Lanari Racing Team) vorzeitig aus. Nicht den Einzug in das Finale schaffte Simon Beyer (Haak Motorsport).

Sensationeller Erfolg von Niels Tröger im FIA Karting World Cup
Im World Cup wartete wohl die härteste Aufgabe am Wochenende. 119 Fahrerinnen und Fahrer gingen an den Start. Jeder Akteur bestritt insgesamt sieben Vorläufe, ein straffes Programm für Fahrer und Mechaniker. Von Beginn an im Spitzenfeld mischte Niels Tröger (Maranello SRP Factory Team) mit. Nach dem Zeittraining Siebter, kämpfte er sich über die Heats auf die Pole-Position für den zweiten Super Heat nach vorne und hatte im Anschluss Startplatz eins für das Finale inne. Nach dem Erlischen der Startampel ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer souveränen Leistung feierte er im 26 Runden langen Finale einen Start-Ziel-Sieg und beendete eine 43-jährige Durststrecke. Zuletzt war es Bernd Schneider, der 1980 einen WM-Titel nach Deutschland holte. Im Ziel war Tröger sprachlos: „Mir fehlen wirklich die Worte. Das war ein unglaubliches Wochenende. Ein großer Dank an mein Team und alle Beteiligten.“ Hinter Tröger kamen der Jamaikaner Alex Powell (KR Motorsport) und Daniel Vasile (Birel ART Racing) aus Rumänien ins Ziel.

Neben Tröger gab es noch weitere deutsche Favoriten. Robert Kindervater (Birel ART Racing KSW), Daniel Stell (Dörr Motorsport), Tim Tröger (Maranello SRP Factory Team) und Maxim Rehm (Leclerc by Lennox Racing) fuhren in den Vorläufen in den Top-Drei mit. Doch im Finale erlebten alle einen Rückschlag und schieden aus. In diese lange Liste reihte sich auch noch Alexander Schmitz ein. Das Ziel sahen dagegen Lokalmatador Valentino Fritsch (Birel ART Racing KSW) und Lukas Schächer (Haak Motorsport). Beide machten einen großen Schritte nach vorne und kamen als 14. respektive 16. in das Ziel.

Nicht den Einzug in das Finale schafften die weiteren Deutschen André Matisic (Solgat Motorsport, 38.), Thomas Rackl (Maranello SRP Factory Team, 42.), Juliano Holzem (CPB Sport, 53.), Dominik Reuters (AP-Racing, 54.), Jannik Julius-Bernhart (Dörr Motorsport, 55.), Florian Breitenbach (Nees Racing, 67.), Maximilian Schreyer (Mach1 Motorsport; Kartschmie.de, 72.), Ronny Tabakovic (C.K.R. SRL, 80.), Luca Walter (81.), Gianni Andrisani (Mach1 Motorsport; Kartschmie.de, 82.), Oskar Steinbach (94.), Emanuel Mai (Solgat Motorsport, 96.), Rick Hartmann (Falcon Racing Team, 97.), Rouven Wilk (Mach1 Motorsport; Kartschmie.de, 99.), Lukas Scherbinskas (Energy Corse Srl, 100.), Mario Lauer (Apex Performance Racing Team, 104.), Jesse Kirkby (Magik Racing Team ASD, 108.) und Maurice Schenck (Apex Performance Racing Team, 109.).

Kartsport-Ikone Davide Foré im FIA Karting International Masters Super Cup siegreich
Im vergangenen Jahr feierte der FIA Karting International Masters Super Cup in Le Mans (Frankreich) seine Premiere und zog auch diesmal wieder ein starkes Feld nach Wackersdorf. 72 Teilnehmer über 35 Jahre gingen an den Start. Der Neuseeländer Daniel Bray (Modena Kart ASD) stand auf der Pole-Position für das Finale. In diesem gab es für ihn aber einen herben Rückschlag, in der dritten Runde schied er mit einem Reifenschaden aus.

An der Spitze lag Davide Foré (Renda Motorsport) und baute diese zu Beginn aus. Von hinten rückte aber Alessandro Manetti (CRG) heran und ließ einen beeindruckenden Kampf entfachen. Die beiden Weltstars packten ihre ganze Erfahrung aus. In der letzten Runde fuhren sie Rad an Rad über die Zielgerade, Foré hatte einen hauchdünnen Vorsprung und siegte. Abgerundet wurde das Podium durch Thomas Mich aus Frankreich. Bester Deutscher und gleichzeitig KCK Clubmitglied war Sven Salzmann (Solgat Motorsport) auf Rang elf. Hinter ihm landeten Michael Bunke (CPB Sport) und Christian Naumann (C.K.R. SRL) auf den Rängen 14 und 15. Naumann kämpfte sich von Rang 30 in das Mittelfeld nach vorne. Thomas Neumann (Birel ART Racing KSW) und Markus Rausch landeten auf Platz 18 und 19, Thomas Dehnel wurde 21. und Erich Huber reihte sich auf Platz 25 ein. Unser KCK Clubpräsident Andreas Dresen (Maranello SRP Factory Team) hatte auf aussichtsreicher Position einen Unfall und schied vorzeitig aus.

Hauchdünn am Finale vorbei rutschte Thomas Schumacher (Renda Motorsport) als 37. Ebenfalls nicht dabei waren Sven Hayer (Hayer Kartsport, 44.), Jan Kurras (C.K.R. SRL, 45.), Nathalie Kreitz (AP-Racing, 46.), Daniel Seibert (BRM Racing Factory Srl, 47.), Patric Kühn (Solgat Motorsport, 48.), Robert Jahnsmüller (Team NKS, 57.), Martin Knapp (Team NKS, 58.), Torsten Simon (Team Kartsport.de, 62.), Sebastian Rother (Solgat Motorsport, 64.), Benjamin Ewert (Hayer Kartsport, 67.), Thomas Mühling (CRG Deutschland, 68.) und Chris Vandebroeck (VDB Kart Racing, 69.).

Ein großer Dank gilt allen Beteiligten an der Organisation der FIA Kart Weltmeisterschaft. Das Organisationsteam unter der Federführung des DMSW gemeinsam mit dem DSMB, ACV, ADAC und AvD hat für einen erfolgreichen Ablauf gesorgt. Hinzu kommt Streckenbetreiber Stephan Fritsch, der in den letzten Wochen rund um die Uhr an dem Event gearbeitet hat. Nicht zu vergessen die Sportwarte der Streckencrew KCT, welche ab Donnerstag teilweise mehr als elf Stunden für die Sicherheit der Teilnehmer gesorgt haben. Last but not least auch ein großer Dank an die zahlreichen Zuschauer, die durch ihre Emotionen dem Event einen besonderen Charakter gegeben haben.
Ergebnisse Kart-WM Klasse KZ
Dateigröße: 2,58 MB - Typ: pdf
Ergebnisse Kart-WM Klasse KZ2
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Ergebnisse Kart-WM Klasse KZ2 Masters
Dateigröße: 2,88 MB - Typ: pdf
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