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Herzlich willkommen beim Kartclub Kerpen-Manheim

Kart-Club Kerpen-Manheim
Rennsportfreunde Wolfgang Graf Berghe von Trips e.V.

Motorsportbegeisterte Fans des Rennfahrers Wolfgang Graf Berghe von Trips, der 1961 der Formel 1 Weltmeisterschaft zustrebte, gründeten am 9. August 1961 die "Rennsportfreunde Graf Berghe von Trips". Heutzutage wird solch eine Sache als Fan-Club bezeichnet, doch vor über drei Jahrzehnten dachte kein Mensch daran, eine Interessengemeinschaft "Fanclub" zu nennen. Das war halt damals noch nicht "in".

Leider verunglückte das Idol des Clubs, der heute legendäre Graf Berghe von Trips, von seinen Freunden "Taffi" gerufen, beim Großen Preis von Italien im Autodrom von Monza am Sonntag, den 10. September 1961, tödlich. Wolfgang Graf Berghe von Trips wird posthum zum Formel 1 Vizeweltmeister ernannt und am 16. Dezember 1961 im Kurhaus von Baden-Baden von den deutschen Sportjournalisten zum "Sportler des Jahres 1961" gewählt.

Um auch nach dem tödlichen Unfall ihres Idols weiter dem Motorsport verbunden zu bleiben, beschließen die "Rennsportfreunde Graf Berghe von Trips" noch im gleichen Jahr auf ihrer Hauptversammlung, die Aktivitäten des Clubs auf den Go-Kart-Sport auszudehnen und ändern den Vereinsnamen in "Rennsportfreunde Wolfgang Graf Berghe von Trips, Go-Kart-Club Horrem e.V.". Die Errichtung einer Go-Kart-Bahn war das nächste erklärte Ziel des Vereines, um auch aktiv am Motorsportgeschehen teilzuhaben. 1964 erfolgte auf einem Gelände, dass sich im gräflichem Besitz befand, der erste Spatenstich für die Go-Kart-Bahn, die am 19. April 1965 (Ostern) mit dem ersten Rennen in Horrem eingeweiht wurde. Leider kommt es in den Jahren 1966/67 fast zu einem völligen Niedergang. Der Verein steht kurz vor der Auflösung. 1968 ruft der damals amtierende Präsident Gerhard Gollnast die noch verbliebenen Mitglieder zu einem Neubeginn auf. Er wird dabei tatkräftig von Gräfin Tessa und Graf Eduard Berghe von Trips, den Eltern von Wolfgang Graf Berghe von Trips, unterstützt. In den Folgejahren 1968 bis 1970 ist ein stetiger Aufstieg des Go-Kart-Club Horrem zu verzeichnen. Die erste Jugendabteilung des Go-Kart-Sports in Deutschland wurde aus der Taufe gehoben, und diese Entwicklung griff auf den gesamten internationalen Go-Kart-Sport über und wurde richtungsweisend. 1971 findet die erste Europameisterschaft "CUP DES JUNIOR" in Horrem statt.

Weil die 1965 in Betrieb genommene Go-Kart-Bahn in einem Wohngebiet liegt, kommt es in den Folgejahren zu Schwierigkeiten. Außerdem ist die bestehende Bahnanlage in ihren Ausmaßen mittlerweile viel zu klein für internationale Wettbewerbe geworden. Demzufolge begibt sich das Präsidium auf die ausdauernde Suche nach einem neuen, geeigneten Bahngelände.

1977 gelingt es schließlich bei der heutigen Stadt Kerpen ein geeignetes Gelände ausfindig zu machen. Die in Frage kommende Kiesgrube beim Stadtteil Kerpen-Manheim an der B 477 wird allerdings erst Ende 1979 frei. Sofort danach beginnt der Club in Eigenleistung mit dem Neubau der Kartbahn. Nach kaum dreimonatiger Bauzeit wird im März 1980 Deutschlands größte Kartbahn eröffnet. Bereits im Juli 1981 fand die Kart-Europameisterschaft statt. Teilnehmer u.a. Ayrton Senna. Es folgte im Juli 1983 die Kart-Junioren-Weltmeisterschaft unter Beteiligung von Juniorenfahrern aus allen Erdteilen. Darunter Christian Fittipaldi, Heinz-Harald Frentzen, Mika Hakkinen, Allan McNish und Michael Schumacher, allesamt Fahrer, die im Motorsport weltweit Bedeutung erlangt haben. Der Club wuchs nun schnell zu Deutschlands größtem und erfolgreichsten (nimmt man die Zahl der Mitglieder und die Zahl der Titel, die diese Mitglieder erreicht haben zum Maßstab) Kart-Club heran. 1983 änderte er seinen Namen in "KART-CLUB KERPEN-MANHEIM". 1986 erlag Gerhard Gollnast einem Schlaganfall. Ihm folgte als Präsident Gert Brandes, der den Club seither leitet. Gemeinsam mit dem damaligen Sportleiter Peter Brenner rief Gert Brandes 1989 den NRW-Cup ins Leben, der ersten und bis heute einzigen Nachwuchsförderung im Kartsport. Unter der Regie von Peter Brenner und Gert Brandes wurde auch das Traditionsrennen "Graf-Berghe-von-Trips Memorial" eingeführt. Ein Rennen, das mit einem Preisgeld von 10.000 DM ausgestattet wurde. Ein damals unglaublicher Betrag.

Im September 1998 wurde das Start-/Zielhaus errichtet.

Die Entwicklung des Clubs geht stetig weiter. Heute ist ein Mitgliederstand von nahezu 500 Personen zu verzeichnen. Im Kart-Club Kerpen-Manheim gibt es seit Jahren keine Nachwuchssorgen.

Aus den Reihen der "Rennsportfreunde Wolfgang Graf Berghe von Trips e.V., Kart-Club Kerpen-Manheim", gab es in den letzten Jahren eine Reihe erfolgreicher nationaler und internationaler Fahrer. Junioren-Vizeweltmeister, Europameister, Deutsche Meister und Landesmeister vertreten die Farben des Clubs auf vielen Pisten dieser Welt. Bis weit in den internationalen Automobilrennsport sind die Namen der Fahrer des Kart-Clubs Kerpen-Manheim bekannt. So kommen nicht von ungefähr die aktuellen und ehemaligen Former 1 Fahrer Michael Schumacher, Ralf Schumacher, Heinz Harald Frentzen, Nick Heidfeld und Sebastian Vettel aus diesem Club. Darüber hinaus findet man Fahrer in allen Top-Motor-Sportklassen aus dem Kart-Club Kerpen-Manheim. Einige Namen stellvertretend für viele viele andere: Marc Basseng, Jörg Bergmeister, Tim Bergmeister, Frank Biela, Sven Heidfeld, Claudia Hürtgen, Lucas Luhr, André Lotterer, Christian Menzel, Thomas Mühlenz, Alexander Müller, Frank Schmickler, Bernd Schneider, Wouter van Eeuwijk.

Schon traditionell und fast legendär sind die vom Kart-Club Kerpen-Manheim veranstalteten Läufe um den "Winterpokal". Nicht selten finden aktuelle Motorsportasse beim "Winterpokal" den Weg nach Kerpen-Manheim, um aktiv ins Geschehen einzugreifen.

Bezeichnend, dass ein Kind des Kart-Clubs Kerpen-Manheim, nämlich Michael Schumacher, den unvergessenen Namensgründer Wolfgang Graf Berghe von Trips als erfolgreichsten deutschen Automobilrennfahrer der Nachkriegszeit ablöste. Trotzdem bleibt der Name Wolfgang Graf Berghe von Trips durch die Benennung der Südkurve in steter Erinnerung.

Gert Brandes, der unsere Kartbahn zu einem Ort gemacht hat, der unsere Mitglieder und alle Kartfahrer seit langer Zeit begeistert, verstarb nach schwerer Krankheit am 14.01.2010. Nach seinem Tod beauftragten die Mitglieder Gerhard Noack mit dem Amt des Präsidenten. Der Vorstand ist sich sicher, dass Gerhard Noack, der vorher viele Jahre das Amt des Bahnleiters ausübte, auch diese neue Aufgabe zuverlässig und verantwortungsvoll meistern wird.

Der Präsident und seine Vorstandskollegen werden in bewährter Manier weitermachen, denn es gibt sicherlich noch einige Talente in Deutschland. Der Kart-Club Kerpen-Manheim gibt dem Motorsportnachwuchs eine Chance.